Namenserklärungen

Allgemeine Informationen

Namenserklärungen können u. a. in folgenden Fällen beim Standesamt beurkundet werden:

Erklärungen zur Namensführung von Ehegatten / Lebenspartnern

-Ehegatten / Lebenspartner, die keinen Ehenamen führen, können nachträglich einen Ehenamen / Lebenspartnerschaftsnamen bestimmen

- Ein Ehegatte / Lebenspartner kann seinen Geburtsnamen oder den zur Zeit der Erklärung über die Bestimmung des Ehenamens / Lebenspartnerschaftsnamens geführten Namen dem Ehenamen / Lebenspartnerschaftsnamen voranstellen oder anfügen oder diese bereits abgegebene Erklärung über einen Doppelnamen widerrufen,

-Ein Ehegatte / Lebenspartner kann nach Scheidung / Auflösung der Lebenspartnerschaft oder Verwitwung / Tod des Lebenspartners seinen Geburtsnamen oder den bis zur Bestimmung des Ehenamens / Lebenspartnerschaftsnamens geführten Namen wieder annehmen.

 

Zur Entgegennahme der Erklärungen ist das Standesamt zuständig, das das Eheregister / Lebenspartnerschaftsregister, in dem die Eheschließung / Lebenspartnerschaft beurkundet ist, führt. Ist die Eheschließung / Lebenspartnerschaft nicht in einem deutschen Eheregister beurkundet,  ist das Standesamt zuständig, in dessen Zuständigkeitsbereich einer der Erklärenden seinen Wohnsitz oder seinen gewöhnlichen Aufenthalt hat.

Die Abgabe der jeweiligen Erklärung kostet 25,00 €.

Angleichungserklärungen und Erklärungen nach § 94 Bundesvertriebenengesetz

-Erklärungen über die Angleichung von Familiennamen und Vornamen nach Art. 47 des Einführungsgesetzes zum Bürgerlichen Gesetzbuch (EGBGB) oder nach § 94 des Bundesvertriebenengesetzes (BVFG) können auch vor dem Standesamt beurkundet werden.

Zur Entgegennahme der Erklärungen ist das Standesamt zuständig, das das Geburtenregister für die Person, deren Name geändert oder bestimmt werden soll, führt. Wird die Erklärung im Zusammenhang mit einer Erklärung zur Namensführung von Ehegatten abgegeben, so ist das Standesamt zuständig, das das Eheregister, in dem die Eheschließung beurkundet ist, führt. Gibt es keinen deutschen Geburts- oder Eheeintrag, so ist das Standesamt des Wohnsitzes zuständig.

Diese Erklärung kann nur von Personen abgegeben werden, die zum Zeitpunkt der Abgabe dem deutschen Namensrecht unterliegen.

Kosten für die Erklärung nach § 94 BVFG werden nicht erhoben.

Die Angleichungserklärung kostet 25,00 €.

Erklärungen zur Namensführung des Kindes

Ob und in welcher Form eine Namenserklärung möglich ist, muss im Einzelfall mit dem zuständigen Geburtsstandesamt geklärt werden.

Die Abgabe der jeweiligen Erklärung kostet 25,00 €.

Es wird darauf hingewiesen, dass abgegebene Namenserklärungen unwiderruflich sind.

Welche Unterlagen werden  benötigt?

Sollte im Einzelfall mit dem Standesamt, vor dem die Namenserklärung abgegeben wird, abgesprochen werden.