Vaterschaftsanerkennungen

 Wissen Sie eigentlich, dass es schon vor Geburt Ihres Kindes möglich ist,

- die Vaterschaftsanerkennung mit den erforderlichen Zustimmungen beurkunden zu lassen?

- eine gemeinsame Sorgeerklärung abzugeben?

- eine Namenserteilung beurkunden zu lassen?

Aber auch nach der Geburtsbeurkundung ist eine Anerkennung der Vaterschaft möglich.

Die Anerkennung der Vaterschaft mit der erforderlichen Zustimmung der Mutter  kann nur in der gesetzlich vorgeschriebenen Form beim Jugendamt oder beim Standesamt erfolgen. Zur Beurkundung sollten Geburtsurkunden sowie die Personalausweise beider Elternteile vorgelegt werden.

Die Beurkundung ist kostenlos.

Kraft Gesetzes hat die volljährige nicht verheiratete Mutter das alleinige Sorgerecht für ihr Kind. Auch wenn der Vater die Vaterschaft anerkannt hat, leiten sich daraus keine die Sorge betreffenden Rechte ab. Es ist jedoch möglich, das gemeinsame Sorgerecht für das Kind zu beantragen. Die Sorgeerklärung kann nur vor dem Jugendamt oder vor einem Notar abgegeben werden.

Informationen hierzu erhalten Sie beim Jugendamt des Landkreises Diepholz.

Das Kind erhält kraft Gesetzes den Familiennamen der allein sorgeberechtigten Mutter. Sollte jedoch eine Sorgeerklärung abgegeben worden sein, können die Eltern frei wählen ob das Kind den Namen der Mutter oder des Vaters erhalten soll. Alle weiteren gemeinsamen Kinder erhalten dann auch diesen Familiennamen.

Hat das Kind bereits den Familiennamen der Mutter erhalten und die Sorgeerklärung wird nach Beurkundung der Geburt abgegeben, haben die Eltern 3 Monate Zeit, den Namen des Kindes neu zu bestimmen (Frist läuft ab Datum der abgegebenen Sorgeerklärung). Die Namensneubestimmung ist gebührenpflichtig und unwiderruflich.

Sollte keine gemeinsame Sorgeerklärung abgegeben werden besteht die Möglichkeit, dem Kind den Familiennamen des Vaters zu erteilen. Die Namenserteilung ist vor dem Standesamt abzugeben. Sie ist gebührenpflichtig und unwiderruflich.

Anerkennung der Vaterschaft bei bestehender Ehe der Mutter

Wird ein Kind während einer bestehenden Ehe geboren, der Ehemann nicht der Vater des Kindes und ein Scheidungsverfahren bei Geburt des Kindes bei Gericht anhängig ist, gibt es die Möglichkeit einer „so genannten Drittanerkennung“. Die Drittanerkennung (Anerkennung des leiblichen Vaters mit Zustimmung der Mutter und des „Noch-Ehemannes“) wird wirksam mit Rechtskraft der Scheidung und erspart den Eltern ein aufwändiges Gerichtsverfahren. Bitte erkundigen Sie sich diesbezüglich beim Standesamt.